Von einem Tag auf den anderen…

Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass es schnell gehen kann. Ich fühlte mich sehr wohl und es ging mir erstaunlich gut. Ich hatte viel Energie, konnte Sport machen, im Haushalt helfen und vieles mehr. Die Ärzte und ich hatten an dieser Situation grosse Freude und wir haben entschieden, dass wir das Cortison (mit ein bisschen Risikobereitschaft) schneller reduzieren werden als geplant.

Leider zu schnell! Durch diese Reduktion kam es in kürzester Zeit zu einer Abstossung meines Magens und des Darms. Diese Abstossung sorgte dafür, dass ich zwei Nächte lang extremen Durchfall bekam und mich ständig übergeben musste, was zu einem enormen Wasserverlust (4 kg) im Körper geführt hat. Durch diesen Wasserverlust stimmte mein ganzer Medikamentenspiegel nicht mehr und auch meine Nierenwerte haben sich rasant verschlechtert. Leider können solche Abstossungen bis zu einem Jahr nach der Transplantation vorkommen. 

Natürlich reichte eine Kontrolle in Zürich nicht mehr aus und so bin ich letzte Woche drei Mal ins USZ gefahren, damit wir diese schwierige Situation überwachen und kontrollieren konnten. Am Freitag waren die Werte dann so schlecht, dass sie mich im Spital behalten haben. In den letzten fünf Jahren hat uns nicht so schnell etwas aus der Bahn geworfen, auch dieses Mal nicht. Trotzdem war es eine spezielle Situation, so kurz vor meinem Geburtstag – diesen wollte ich nicht im Spital verbringen! 

Ich verbrachte drei Tage im Spital. Sie haben mir intravenös mehrere Liter Wasser pro Tag gegeben und dazu musste ich noch weitere Flüssigkeit zu mir nehmen, damit sich mein Medikamentenspiegel wieder normalisiert und auch der Nierenwert in einem grünen Bereich ist. Einmal mehr kann ich meinem Körper nur ein grosses Dankeschön sagen, er ist einfach ein Wunderpaket, denn ich durfte am Sonntag das USZ schon wieder verlassen und somit hatte ich doch noch einige Geburtstagsstunden mit der Familie.

Wir danken euch für die aufmunternden Worte in den letzten Tagen und wir sind sehr glücklich, euch mitteilen zu können, dass es uns allen gut geht und wir nun wieder optimistisch in die Zukunft schauen.

Euer Marco

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